Freitag, 9. Oktober 2015

Typische Bewerbungsfehler: der Emailverkehr Teil 1

Fehler passieren jedem, das ist unbestreitbar. Aber es gibt einige Fehler, die vermeidbar sind. Wir bekommen leider viel zu oft mit, dass Bewerbern immer wieder die gleichen Fehler passieren. Das schreit nach Aufklärung! Und somit haben wir uns gedacht, machen wir einfach mal eine Reihe von Blog Einträgen, die typische Fehler aufdecken und die euch helfen können diese Fehler nicht zu machen.

Der erste Teil unserer Reihe "Typische Bewerbungsfehler": der Emailverkehr Teil 1

Hier ein paar Tipps und Richtlinien, an die ihr euch halten solltet.

Der Betreff

Bei dem Betreff ist es eigentlich nicht einfach, einen Fehler zu machen. Oft bewirbt man sich gar nicht per Email, sondern in einem Online Bewerbungsverfahren - hier müsst ihr euch dann auch nicht um einen Betreff kümmern. Bei Email Bewerbungen steht oft in der Positionsbeschreibung welcher Betreff bei der Bewerbung nötig ist - folgt in dem Fall einfach den Anweisungen.

Falls ein Betreff nicht vorgegeben ist, solltet ihr bei einer Email Bewerbung im Betreff nur reinschreiben, für welche Position ihr euch bewirbt: "Bewerbung als Pflichtpraktikant im Vertrieb". Ganz simpel und schnörkellos.

Wir hatten letztens eine Bewerbung mit dem folgenden Betreff: "SEHR WICHTIG! Bewerbung als Praktikant". Bevor wir überhaupt die Email geöffnet haben, waren wir schon irritiert. So hart es klingt, ist so etwas schon ein möglicher Ausschlussfaktor heutzutage.

Die Anrede

Erste Eindrücke bleiben hängen! Speziell bei der Anrede könnt ihr sehr viel falsch machen.

  • Herr oder Frau - normalerweise solltet ihr hier keine Probleme haben - die meisten Namen sind eigentlich eindeutig männlich oder weiblich. Aber man sollte hier aufpassen. Bei ausländischen Namen ist das vielleicht nicht so einfach herauszufinden. So ist in Italien der Name "Andrea" eigentlich ein Männername. Wenn ihr euch nicht sicher seid, googelt im Internet nach dem Namen, dann werdet ihr fündig.
  • Fehler im Namen - wenn ihr den Namen des Empfängers nicht richtig reinschreibt, ist das für die Personalabteilung ein Hinweis, dass ihr faul seid und nicht richtig aufpasst/unaufmerksam seid (ihr hättet schließlich den Namen nur rauskopieren müssen). Abgesehen davon ist es dem Empfänger respektlos gegenüber. Lieber drei Mal über die Email schauen, als das so etwas passiert.
  • Falscher Name - noch peinlicher als einen Fehler im Namen zu haben, ist den komplett falschen Namen zu nutzen. Das kann passieren, wenn ihr viele Emails auf einmal beantworten wollt, da kann man schon mal mit den Namen durcheinander kommen. 
  • Alternative Anreden - falls ihr generell an die Personalabteilung schreibt, und daher die Email nicht an eine einzelne Person richtet, solltet ihr immer "Sehr geehrte Damen und Herren," nehmen. Das ist die korrekte Anrede in diesem Fall. Wir sehen leider zu oft informelle Anreden wie "Hallo,".

Tipp: wenn ihr Gmail habt, könnt ihr euch in Google Labs das Feature "Rückgängig machen" einstellen. Das ist euer Last-Minute Helfer - Google erlaubt euch dann für ein paar Sekunden, nachdem ihr die Email schon verschickt habt, die Email rückgängig zu machen. Das kann euch 



Freitag, 25. September 2015

Wo solltest du dein Praktikum machen? 7 Tipps bei der Auswahl

Es ist anzunehmen, dass du dich für mehrere Praktika beworben hast, um die Chance zu erhöhen, dass du überhaupt irgendwo genommen wirst. Nun kann aber der Fall eintreten, dass mehrere Firmen dir ein Praktikum anbieten. Dann ändert sich deine ursprüngliche Frage von "wo kann man ein Praktikum machen?" zu "wo sollte ich mein Praktikum machen?". Wir haben einige Faktoren für dich aufgelistet, die dir bei deiner Auswahl helfen können.

1. Größe der Firma

Oftmals denkt man: größer ist besser. Das muss bei einer Firma jedoch nicht der Fall sein. Bei großen Firmen bist du öfters in sehr gezielte Projekte involviert und bist einer von vielen. Dadurch kannst du viele Leute kennen lernen, aber brauchst vielleicht etwas mehr Eigeninitiative um dich fortzubilden und aus dem Praktikum etwas zu lernen. Wenn du jemand bist, der extrovertiert ist und viele Fragen stellt, sollte das kein Problem für dich sein. Je kleiner die Firma wird, desto größere Verantwortung wirst du (selbst als Praktikant) tragen. Wenn du in einem Startup arbeiten möchtest, solltest du dir im Klaren sein, dass die Arbeitszeiten unregelmäßig werden können (und die Bezahlung dennoch eher mau sein wird), und du viel Verantwortung übernehmen wirst. Auf der anderen Seite lernst du in so einer Situation (gezwungenermaßen) natürlich auch sehr viel.

2. Anbindungen zum Arbeitsplatz

Als Berufsanfänger hat man ja bekanntlich noch nicht so viel Geld. Deswegen ist auch anzunehmen, dass man noch kein Auto besitzt, oder nicht so viel Geld für Benzin ausgeben kann. Du solltest dich daher informieren, ob du zum Arbeitsplatz auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ohne große Umstände gelangen kannst. Das stellt natürlich voraus, dass dein Wohnsitz und dein Arbeitsplatz sich in der gleichen Stadt befinden. Falls dies nicht der Fall ist, solltest du noch mehr aufpassen, ob pendeln für die Distanz realistisch ist.

3. Name/Bekanntheit der Firma

Sei ehrlich, du machst das Praktikum auch, weil du es auf euren Lebenslauf packen willst. Manche Unternehmen sehen auf dem Lebenslauf besser aus, als andere. Manche Unternehmen sind für ihren rigorosen Bewerbungsprozess bekannt (z.B. McKinsey oder Goldman Sachs). Diese Bewerbungsprozesse schaffen es, nur die besten Bewerber herauszufiltern. Wenn du später einen neuen Job suchst, und z.B. McKinsey auf deinem Lebenslauf steht, weiß die Personalabteilung sofort, dass du den langwierigen und schweren Bewerbungsprozess bei McKinsey überstanden hast - du musst einer der besten Bewerber gewesen sein. Das wird natürlich notiert, und erhöht deine Chancen auf den Job erheblich.

4. Vertragsinhalte deines Praktikums

Es gibt mehrere Punkte, die du bei deinem Vertrag beachten solltest.

Monetäre Vergütung ist natürlich eine der wichtigsten Gründe. Schließlich willst du ja auch für deine Arbeit bezahlt werden. Vergiss aber nicht, dass keiner ein Praktikum des Geldes wegen macht. Wenn du die eine Arbeit suchst, um Geld zu verdienen, solltest du lieber nach einem Teilzeitjob suchen.

Urlaub ist auch sehr wichtig. Nicht bei allen Praktikumsvarianten muss dir der Arbeitgeber Urlaub gewähren. Deswegen solltest du vorher recherchieren, zu wie viel Urlaubstagen du berechtigt bist - und dann vergleichen, wie viel Urlaubstage der Arbeitgeber dir gewährt.

Andere Formen von Vergütungen gibt es auch. Zum Beispiel könntest du eine gratis Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio bekommen. Zudem bieten manche Firmen auch Frühstück oder Getränke an.

5. Arbeitsumfeld

Neben deiner eigentlichen Tätigkeit als Praktikant, ist es auch wichtig, dass dein Arbeitsumfeld stimmt. Sind dir deine Mitarbeiter sympathisch? Wird dir bei deinen Aufgaben geholfen? Gibt es eine gute Arbeitsatmosphäre? Um eine gute Erfahrung mitzunehmen, musst du dich am Arbeitsplatz wohlfühlen. Wenn dies nicht gegeben ist, wirst du nur noch auf die Uhr schauen und hoffen, dass deine Zeit bei der Firma bald abgelaufen ist. Man kann zwar vorher nicht genau sagen, wie das Arbeitsumfeld sein wird, aber es gibt Methoden, die dir dabei helfen. Suche zum Beispiel nach deiner Firma auf kununu. Dort können Arbeitnehmer Firmen anonym bewerten, damit sich Bewerber informieren können, ob sie dort arbeiten wollen.

6. Erfahrungen von anderen Praktikanten

Es ist möglich, dass Firmen jedes Jahr den gleichen Praktikumsplatz an deiner Uni anbieten. Versuche herauszufinden, wer das Praktikum letztes Jahr gemacht hat. Das sollte nicht sehr schwer sein, LinkedIn/Xing und der Career Service können dir sicherlich helfen. Setze dich mit der/dem Ex-Praktikant(-in) in Verbindung, und stelle Fragen über das Praktikum. Je mehr Informationen du herausfinden kannst, desto besser solltest du das Praktikum einschätzen können.

7. Eindruck des Bewerbungsprozesses

Durch den Bewerbungsprozess kannst du auch manchmal schon absehen, ob das Unternehmen für dich richtig ist. Wenn die Kommunikation schlecht ist, oder du Fragen stellst die nicht (oder nur verspätet) beantwortet werden, ist es absehbar, dass das bei deinem Praktikum ähnlich ablaufen wird. Möglicherweise ist nur die Personalabteilung nicht die Beste, jedoch wirst du möglicherweise mit ihr nach dem Praktikum noch Kontakt haben (Praktikumszeugnis, Lohnsteuerkarte, etc.). Wenn dir auffällt, dass im Bewerbungsgespräch komische Fragen gestellt werden, eine unfreundliche Atmosphäre herrscht oder dir sonst etwas negatives auffällt, solltest du das ebenfalls bei deiner Entscheidung berücksichtigen.

Freitag, 18. September 2015

Wie schreibe ich einen Praktikumsbericht?

Es kann vorkommen, dass du einen Praktikumsbericht nach deinem Praktikum schreiben musst. Das hört sich nach zusätzlicher Arbeit an, muss es jedoch nicht sein. Es soll nicht nur als Beweis dienen, dass du wirklich das Praktikum absolviert hast, es soll vor Allem dazu dienen, dass du dich etwas mit deiner Praktikumserfahrung befasst und auseinandersetzt - quasi eine Reflexion.

Oftmals macht man als Praktikant eher wenig. Dennoch ist das Umfeld neu, und von der Arbeit anderer bekommt man auch etwas mit. Dieser Einblick ist alleine schon mal etwas wert. Bei einem Praktikumsbericht sollst du dich nämlich auch fragen, ob das Unternehmen und der Bereich, in dem du dein Praktikum absolviert hast, zu dir passt.

Hier einige Punkte die du in deinem Erfahrungsbericht berücksichtigen solltest:

  • Bewerbungsprozess - vergiss nicht, dass der Bewerbungsprozess auch Teil des Praktikums war! Bei einem Praktikumsbericht geht es um die gesamte Erfahrung, nicht nur die einzelnen Momente, die dir im Gedächtnis geblieben sind. Schilder den Bewerbungsverlauf, wie du auf das Unternehmen kamst, wie die Korrespondenz zwischen dir und der Personalabteilung ablief, wie du dich im Bewerbungsgespräch gefühlt hast, was gefragt worden ist, etc.
  • Deine Erwartung an das Praktikum - im besten Fall hast du dir diesen Teil schon vorher notiert, ohne voreingenommen zu sein. Was erhoffst du dir von deinem Praktikum? Was wurde dir versprochen? Wie stellst du dir deine Tätigkeiten vor?
  • Vorstellung der Firma - du solltest immer davon ausgehen, dass die Firma unbekannt ist. Erläutere die Geschichte der Firma, den Fokus, die Größe oder auch den Markt in der sich die Firma befindet. Du musst hier natürlich nicht eine komplette Firmenanalyse präsentieren, aber eine umfassende Vorstellung der Firma wäre von Vorteil.
  • Bericht deiner Tätigkeiten - das sollte einen Großteil deines Praktikumsberichtes ausmachen. Es geht in diesem Abschnitt um den Inhalt deines Praktikums - deinen Aufgabenbereich und deine Projekte. Den Bericht deiner Tätigkeiten kannst du auf verschiedene Art beschreiben, es kommt auf deine Präferenz an (sofern es dir nicht von der Studienordnung vorgeschrieben ist):
    • Tagesbericht - sehr aufwendig, und nur sinnvoll wenn du wenige Tage da gewesen bist. Falls du so etwas wie ein Tagebuch geführt hast, wäre das sehr hilfreich - dann hättest du keine Probleme dich an die verschiedenen Tage zu erinnern. Jedoch müsstest du hier ziemlich viel löschen - z.B. viele Duplikate oder irrelevanter Text. 
    • Wochenbericht - einfacher aufzusetzen als ein Tagesbericht, und lässt dich deine Projekte und Aufgaben sehr gut unterteilen. Sofern du projektbasiert gearbeitet hast, ist der Wochenbericht eine gute Lösung.
    • Im Stil eines normalen Aufsatzes - in diesem Fall kannst du ausführlich über die verschiedenen Projekte und Tätigkeiten berichten. Falls du lange Zeit an einem Projekt gearbeitet hast, oder über einen langen Zeitraum ähnliche Arbeit gemacht hast, ist der Aufsatz-Stil vielleicht die beste Variante.
  • Eigentliche Reflexion - das ist der zweite große Teil deines Praktikumsberichtes. Nachdem du beschrieben hast, was genau du gemacht hast, sollst du nun beschreiben, was deine Gedanken über das Praktikum sind. Hier ein paar Anregungen:
    • Was hat dir gefallen, was nicht? 
    • Hast du etwas über deine Stärken und deine Schwächen herausfinden können? 
    • Wie war dein Verhältnis zu deinem Vorgesetzten? 
    • Wie war dein Verhältnis zu deinen Mitarbeitern? 
    • Würdest du dein Praktikum jemandem weiterempfehlen, und warum? 
    • Auf welche Errungenschaft bist du besonders stolz?
  • Abschließende Worte - abschließend solltest du noch mal die wichtigsten Punkte zusammenfassen, die dich besonders beschäftigen und die du aus deiner Erfahrung mitgenommen hast. 



Freitag, 11. September 2015

Urlaubsanspruch bei Praktika - Antworten zu häufigen Fragen

Habe ich einen Anspruch auf Urlaub im Praktikum? Als junger Berufseinsteiger hat man oft nicht genügend Erfahrung und Wissen, was einem überhaupt als Arbeitnehmer zusteht. Eine der wichtigsten Faktoren ist der Urlaubsanspruch.

Hat jeder Praktikant Anspruch auf Urlaub?

Hier muss man zwischen einem Pflichtpraktikum und einem “regulären” (freiwilligen) Praktikum unterscheiden. Bei einem Pflichtpraktikum hat man keinen Anspruch auf Urlaub. Bei einem normalen Praktikum hingegen schon.

Wie viele Urlaubstage darf ich bekommen?

Man muss natürlich zwischen bezahltem Urlaub und unbezahltem Urlaub differenzieren. Bezahlter Urlaub sind arbeitsfreie Tage, die in deinem Vertrag inbegriffen sind. Das heißt, du bekommst an diesen Tagen weiterhin Geld, obwohl du nicht arbeitest. Beim unbezahlten Urlaub ist es genau das Gegenteil. Du arbeitest an diesen Tagen nicht, bekommst aber auch kein Geld.

Laut gesetzlichen Regelungen hast du mindestens zwei arbeitsfreie Tage pro Monat. Wenn du zum Beispiel ein dreimonatiges Praktikum absolvierst, hast du sechs Tage, an denen du dir Urlaub nehmen darfst.

Theoretisch könnte dir dein Arbeitgeber auch mehr Urlaubstage geben. Das ist aber in der Regel nicht der Fall. Als vor Vertragsabschluss solltet ihr auch nicht für mehr Urlaubstage feilschen, außer ihr habt einen guten Grund dafür oder eine gute Option in der Hinterhand (z.B. ein anderes Praktikum). Leider hat der Arbeitgeber normalerweise die bessere Verhandlungsposition, da es für eine Praktikumsstelle viele gute Bewerber gibt.

Was passiert, wenn ich krank bin?

Wenn du krank warst, wird die Dauer nicht von deinen Urlaubstagen abgezogen. Du musst natürlich nachweisen können, dass du auch wirklich krank warst. In deinem Vertrag kannst du nachschauen, ab wann du einen Nachweis einhändigen musst, dass du wirklich krank warst.

Wann kannst du Urlaub nehmen?

Oftmals kannst du auch einen halben Tag Urlaub nehmen - es müssen nicht immer volle Tage sein. Du solltest einfach mal in der Personalabteilung nachfragen, was für Möglichkeiten bestehen.

Können Überstunden in Urlaub umgewandelt werden?

Können sie. Es hängt an der Abstimmung zwischen dir und deinem Arbeitgeber. Wenn kumuliert so viele Überstunden machst, dass du dadurch einen gesamten Arbeitstag frei haben könntest, kannst du mit deinem Arbeitgeber aushandeln, einfach einen Tag nicht zur Arbeit zu kommen.

Freitag, 4. September 2015

Lebenslauf als Student – 7 Tipps zum Inhalt!

Du hast noch keine Berufserfahrung? Du hast gerade angefangen zu studieren und weißt nicht, wie du deinen Lebenslauf auffüllen kannst? Pflichtpraktikanten.de gibt dir ein paar Tipps, was du in deinen Lebenslauf als Student oder Schüler mit einbringen kannst!

Was kommt in einen Lebenslauf, wenn man noch kaum etwas vorzuweisen hat? Das fragen sich viele Studenten und Schüler. Wichtig vorab: lieber weniger, als mehr. Wenn du gerade im Studium oder in der Schule bist, sollte dein Lebenslauf als Faustregel nicht länger als eine einzige A4 Seite lang sein. Viele Studenten machen den Fehler, viele Informationen in den Lebenslauf zu packen, die für die Bewerbung irrelevant sind. Versuche dir immer die Frage zu stellen: hilft diese Information der Personalabteilung um sich ein Bild von dir zu machen? Falls du dir nicht sicher bist, frage einfach deine Eltern oder den Career Center deiner Universität.

Hier einige Punkte, die auf jeden Fall in deinem Lebenslauf nicht fehlen dürfen:

  1. Vereine/Klubs denen du beigetreten bist – das ist dir bestimmt schon bekannt. Falls du während deiner Schulzeit oder in der Universität irgendwelchen Klubs oder Vereinen beigetreten bist, solltest du das angeben. Bei politisch motivierten Klubs kann es heikel werden, das wäre dann im Einzelfall zu bewerten. Aber wenn du zum Beispiel bei Model United Nations oder dem Debattierclub beigetreten bist, solltest du das auf jeden Fall in deinen Lebenslauf schreiben.
  2. Kurse die du abgeschlossen hast – oftmals ist es der Fall, dass du neben dem Studium auch freiwillig zusätzliche Kurse belegt hast. Auch außerhalb der Universität werden oft Sprachschulen besucht. Das ist natürlich auch bei der Personalabteilung gerne gesehen – du gehst deinen Interessen nach und bist wissbegierig. Das sollte auf deinem Lebenslauf nicht fehlen.
  3. Außergewöhnliche Hobbys – hast du außergewöhnliche Hobbys? Zeige deine Vielseitigkeit! Versetze dich in den Recruiter: wäre ein Bewerber eher interessant wenn er zuhause FIFA zockt oder wenn er regelmäßig Klettern geht? Sofern er nicht auf professionellem Niveau FIFA spielt, würde der Recruiter mit großer Wahrscheinlichkeit lieber den Kletterer zum Interview einladen. Ein außergewöhnliches Hobby muss aber nicht eine Extremsportart sein. Wenn du gerne bloggst, oder deine Videos auf Youtube hochlädst, setzt du dich auch schon vom „normalen“ Bewerber ab!
  4. Positionen von Bedeutung – was ist besser als bei einem Klub beizutreten? Den Klub zu gründen und zu führen! Deswegen gebe immer die Position bei deinen Vereinen und Klubs an, wenn sie eine Position von Bedeutung ist. „Schatzmeister“ kommt besser an als „Mitglied“.
  5. Auszeichnungen die du bekommen hast – behaupten kann man viel auf dem Lebenslauf. Deswegen sind Auszeichnungen sehr aussagekräftig – sie sind quasi ein Beweis dafür, dass deine Aussagen auch der Wahrheit entsprechen. Viele behaupten auf ihrem Lebenslauf, dass sie Führungsqualitäten besitzen. Viel weniger können dafür eine Auszeichnung vorweisen. Wichtig bei Auszeichnungen: schickt einen Scan der Auszeichnung gleich als Anhang mit – ihr werdet sicherlich danach gefragt.
  6. Beispiele von Teamfähigkeit – um Teamarbeit kommt ihr in den meisten Jobs (speziell als Berufseinsteiger oder eben bei Praktika) nicht herum. Daher ist es wichtig für den Recruiter zu sehen, ob ihr in ein Team reinpassen würdet. Ihr könnt hierfür ein Beispiel von erfolgreicher Teamarbeit nennen, und es noch mal im Interview explizit ansprechen.
  7. Ehrenamtliche Arbeit – auch immer gerne gesehen. Ehrenamtliche Arbeit gibt ein Indiz für positive Charakterzüge.


Mit diesen 7 Inhaltstipps sollte es sicherlich möglich sein, eurem Lebenslauf die nötige Fülle zu geben! Bei Fragen und Anregungen könnt ihr uns auch gerne kontaktieren!


Freitag, 10. Juli 2015

Deckblatt bei einer Bewerbung - wie sieht sowas aus? (inkl. Muster!)

Zu einer Bewerbung gehören normalerweise zwei Dinge: das Motivationsschreiben (Bewerbungsschreiben), und der Lebenslauf. Jedoch gibt es auch die Möglichkeit, ein zusätzliches Deckblatt beizulegen. Ein Deckblatt ist nicht notwendig, aber zeigt eure Motivation und Engagement. Zudem ist es für euch nur ein minimaler zusätzlicher Aufwand.

Was ist überhaupt ein Deckblatt? Das Staufenbiel Institut erklärt es euch gut. Kurz: ein Deckblatt rundet eure Bewerbung ab. Das Motivationsschreiben und der Lebenslauf beinhalten eigentlich schon alle wichtigen Informationen. Das Deckblatt dient als äesthetischer Faktor, und bietet euch die Möglichkeit euer Bewerbungsbild zu präsentieren, falls ihr keinen Platz mehr im Lebenslauf dafür habt.

Was muss ich bei meinem Deckblatt beachten?

Grundsätzlich gibt es bei Deckblättern nicht so viele Regeln wie beim Motivationsschreiben oder beim Lebenslauf. Ihr könnt also ein bisschen kreativ werden. Wir haben für euch mal ein paar wichtige Punkte zusammengefasst, die ihr allerdings beachten solltet:
  • Schreibt immer die korrekte Stellenbezeichnung rein - sehr peinlich, wenn ihr aus Versehen das Deckblatt einer anderen Bewerbung mitschickt
  • Auf dem Deckblatt gehören auch eure Kontaktdaten - Adresse und Telefonnummer (wahlweise auch euer Xing/LinkedIn Profil und eure Skype ID)
  • Die Farben, die ihr für euer Deckblatt wählt, sollten nicht sehr grell sein, und gut zueinander passen (in einigen Bereichen kann man jedoch Ausnahmen machen, z.B. Designateliers oder Praktika im Marketing)
  • Nicht unbedingt notwendig, aber möglich ist es auch, die Anlagen der Bewerbungsunterlagen zu listen
  • Die Schriftart sollte zu eurem Lebenslauf passen - der Recruiter betrachtet immer eure Bewerbung als Ganzes, also sollte alles zusammen passen!
  • Das Bewerbungsfoto sollte professionell gemacht werden - keine Selfies ;)
Wie sieht so ein Deckblatt aus?

Hier habt ihr ein Beispiel:


Deckblatt Muster

Wenn ihr das Deckblatt Muster nutzen möchtet, könnt ihr es auch hier downloaden! Erstellt einfach eine Kopie ("Datei" --> "Kopie erstellen") des Dokuments - dann könnt ihr es nach Belieben adaptieren.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Ausnahmen beim Mindestlohn: Pflichtpraktikanten

Seit Anfang des Jahres gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn von €8,50 pro Stunde. Angepriesen wird er als allgemeinverbindlicher Mindestlohn, allerdings gibt es einige (wenige) Ausnahmen zum Mindestlohn. Durch den Mindestlohn soll der "Generation-Praktikum" ein Ende bereitet werden. Junge Praktikanten wurden oft als billige Arbeitskräfte eingestellt, was natürlich nicht der Sinn eines Praktikums ist. Daher gilt der Mindestlohn auch für Praktikanten.

Jedoch ist es oftmals für Unternehmen sehr kostspielig, den Praktikanten Mindestlohn zu bezahlen. Praktikanten benötigen, wie jeder neue Mitarbeiter in einer Firma, eine Eingewöhnungszeit. Zudem haben Praktikanten generell sehr wenig Berufserfahrung, weshalb vieles in der Firma erst angelernt werden muss - das ist nicht nur für den Praktikanten zeitintensiv, sondern auch für den Vorgesetzten des Praktikanten der dem Praktikanten die Aufgabe erklärt. Man sollte auch noch in Betracht zieht, dass der Praktikant sowieso nur für einen kurzen Zeitraum bei der Firma ist.

Daher hat die Bundesregierung ein paar Ausnahmen zum Mindestlohn in das Gesetz eingebaut. Orientierungspraktika, Praktika die der beruflichen Orientierung dienen, sind (sofern sie nicht länger als 3 Monate dauern) von Mindestlohn befreit. Auch studienbegleitende Praktika (Pflichtpraktika) fallen nicht unter den Mindestlohn. Es geht für die Studenten ja auch darum, einen Einblick in die Firma zu bekommen - kaum ein junger Arbeitnehmer sucht sich ein Praktikum des Gehalts wegen. Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass Pflichtpraktika auch höchstens 3 Monate lang sein dürfen, sonst würde auch da der Mindestlohn greifen. Ein Pflichtpraktikum ist jedoch, wenn die Studienordnung für das studienbegleitende Praktikum einen längeren Zeitraum als 3 Monate vorsieht, gänzlich vom Mindestlohn befreit.

Achtung! Zwar ist ein Pflichtpraktikum eine der Ausnahmen des Mindestlohns, jedoch gilt es folgende Regelung zu beachten: wenn die Studienordnung bezüglich der Dauer des Pflichtpraktikums nur ein Minimum angibt aber keine Maximaldauer beinhaltet, dann ist das Pflichtpraktikum nur für das Minimum vom Mindestlohn befreit.

Beispiel: 
In der Studienordnung des Pflichtpraktikants steht folgendes: "Das Pflichtpraktikum muss mindestens 3 Monate dauern."
Wenn es hier keine weitere Angabe zur möglichen Dauer des Pflichtpraktikums geben würde, dann müsste das Pflichtpraktikum 3 Monate dauern, um vom Mindestlohn befreit zu sein. Ein Pflichtpraktikum mit einer Dauer von 4 Monaten müsste mit Mindestlohn vergütet werden.

Weitere Fragen zum Mindestlohn? Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat häufige Fragen in einem PDF zum Mindestlohn zusammengetragen, vorbeischauen lohnt sich! Zudem gibt es eine Mindestlohn Hotline für alle weiteren Fragen: 030 60 28 00 28